Nachhilfe III: Reprise

Antwort auf: cock-a-leekie.de

Inglisch wird die Arbeitssprache

Mashup 2: Sunshine

What can i say: “Sunshine”. Endlich.

HAIR Aquarius – Let the sunshine in

Mos Def – Sunshine

Mashup bedeutet ‘eh nur’ Remix 2.0. Wobei “eh nur” eine Verkennung des Potentials von Bastard-Pop ist (Siehe die lediglich beispielhaft genannten “PS-Links” an dieser Stelle.)

Mash! Up! Mashup!

Mash!

Up!

Mash Up!

“1. Digital media content containing any or all of text, graphics, audio, video and animation drawn from pre-existing sources, to create a new derivative work. Digital text mashups, for example, appear by the thousands every day as users of blogs and online forums copy and paste digital text in juxtaposition to comment on topics of interest, while fan-created video/audio mashups juxtaposing commercially produced video clips with favorite pop songs constitute a major portion of YouTube content. Digital mashups represent a new phase in the re-use of existing works not so much conceptually as in ease of use. The creation of digital media formats such as ASCII text, Redbook audio, JPEG images and MPEG video has made it far easier for potential mashup creators to create derivative works, than was the case in the past, when significant technical equipment and knowledge was required to manipulate analog content. [...] Current widespread practices of creating digital mashups have raised significant questions of intellectual property and copyright [...]”

[via wikipedia]

Unglückseligerweise konnte zu “Up!” das passendere Video an dieser Stelle leider nicht eingebettet werden. Der Grund: “Einbetten auf Anfrage deaktiviert”. Das sagt ja eigentlich alles und ist der perfekte Ausdruck des hier zuletzt von wikipedia zitierten Satzes. Nun denn. “Nun denn”? Nach dem letzten Stand der Dinge ist electricone.de das neue “nun denn”.

PS: [passend dazu: www.Mashup-Germany.de]

Das “Mashup-Germany – Vol. 3″-Album hier.

PPS: “Wutang Clan vs. The Beatles” (Stand: 27.01.2010: Der Download des Albums ist nach kurzer Registrierung – vorzugsweise mit Spam-Mailaccount – nach wie vor möglich.)

PPPS: “The Grey Album” von Danger Mouse hat ja leider nicht lange Bestand gehabt. Die Industrie war stärker. Aber mal schauen wie sich der Wutang Clan schlägt. Übrigens gibt es trotz des massiven Vorgehens gegen das “graue Album” auf youtube dennoch Zeugnisse dessen, was da mitunter unberechtigterweise auf dem Index gelandet ist:

yes! no!

You say yes, i say no…

… und füge hinzu: “traue niemandem”.

original:

erm … das wirkliche Original:

[via photoshopdisasters]

Übrigens finde ich, dass künstliche Fingernägel auf einem Stinkefinger, die vermeintliche Aussage halbwegs relativieren, wobei beides einen netten Kontrast abgibt.

[via cock-a-leekie.de]

Knödel im Louvre

Abgesehen von den Knödeln (oder eben dumplings für die Zugereisten) werde ich den außergewöhnlich fürsorglichen Service des Louvres in Prag nicht vergessen.

In welchem anderen Restaurant ist man sonst schon derart bemüht um die Gesundheit der eigenen Gäste?

Totentanz der Vizetöchter

In der Tat, was ist eigentlich eine Vizetochter?

Ein schneller Suchlauf beförderte den nebenstehenden Textauszug zu Tage, der abgesehen davon, dass er nicht wirklich erklärt was eine Vizetochter ist, deprimierender kaum sein könnte. [via googlebooks] Im Übrigen stelle ich mir unter einer Vizetochter eine quasi adoptierte Tochter vor, für die es jedoch keine offiziellen Adoptionspapiere gibt. Macht das Sinn?

Ein imaginäres &

Ein imaginäres & zwischen beiden Beschreibungen eines Schalters im Hotel illustriert die Perfidität unserer sog. Dienstleistungsgesellschaft:

imaginäres und

“Mach sauber & störe nicht”

Dich mag ich, dich mag ich nicht

Ein betrunkener Obdachloser steht auf dem Bahnsteig der U8 am Hermannplatz. Wie im Stereotyp des blüttenblätterrupfenden Verliebten, zeigt er auf jeden einzelnen vorbeieilenden Menschen und ruft: “Dich mag ich, dich mag ich nicht, dich mag ich …”

Mich mochte er nicht.

Hühnchenbrust? Wird schon hinhauen

Zwei BVG-Security-Typen, Oranienburger Str., Höhe Papa No: “Naja Sushi mag ick ja nich so. Dafür aber dit andere … Hühnchenbrust.” “Sicher, dass dat Hühnchenbrust is?” “Naja, jetze wo dus sagst, nich mehr …” Pause. “Aber wird schon hinhauen bei die, hoff ick mal.”

DFW auf Öl

Vorne ein ADS-Junge, der Autos zählt, die Ansagen nachplappert und hochsonor Lieder summt. Hinten ein eskalierender Streit zwischen einem Mann und einer Frau – auf russisch. Dazwischen DFW und ich. Die Sätze perlen wie auf einem Ölfilm von meinem Gehirn ab. Nur noch 15 Stationen

Marketingdeutsch

Marketingdeutsch: Bauernmild.

Marketingdeutsch

In diesem Sinne schlage ich auch folgende Attribute vor: metzgersanft, frisörinnenherb oder – etwas exotischer, aber durchaus auch auf einige Produkte anwendbar – stuhlgangsoft.

Michael Jackson, “bad”, alive & kicking at Bernauer Straße

Welchen besseren Ort könnte es für eine handvoll Kids und ihre Handyjukebox geben, als den weitgehend verwaisten U-Bahnhof Bernauer Straße, nachts gegen 10:00 Uhr, um relativ laut über die schlechten Boxen ihres Telefons Michael Jacksons “Bad” zu spielen?

(Das ist ja wirklich Wesley Snipes im Video. Schau an…)

Schneeballschlacht: Kreuzberg vs. Neukölln

Domina im Supermarkt

Neulich bei Kaisers.

Domina  trocken 2007

Domina trocken 2007



























Passend dazu:

Lummer-Land

Finde den Fehler

Finde den Fehler

Aberglaube

Die Furcht davor, dass die momentane Freude über ein antizipiertes, wenn auch real greifbar Mögliches, letztendlich in Enttäuschung mündet und dieses vor allem durch die ursprüngliche Freude verursacht wurde…

Aberglaube?!

Außer Betrieb

Offensichtlich!

Offensichtlich!

Flatscreen-Zeitalter

Goodbye Röhre

Goodbye Röhre

Autobahnschließung

Autobahnschließung

Autobahnschließung

Pfosten

Ein Club in Kreuzberg. Raucherraum. Nur wenige Leute, da das Konzert läuft. Ein Typ, offenbar Musiker, im Gespräch mit jemand anderem. Die Konzertgeräusche sind gedämpft. Es ist relativ ruhig in dem Raum. Seine Lautstärke ist nicht angebracht, entspricht aber seinem Aufschneiderhabitus: “Ostküste, New York, Konzert trotz Jet Lag, Band Urlaub”. Er ist so ungeheuer geil.  Buzzwords am laufenden Band. – Grad erst bemerkt, dass auf meinem Handrücken das Wort “cool” gestempelt wurde. Alle vom Einlasser geadelt, auch ohne Buzzing, Ostküste und den ganzen geilen Shit. Hab ich erwähnt, dass ich in New York, London und anderen ungeheuer coolen Städten war? Das nur am Rande, cool bin ich ja heute abend eh per se. Der Pfosten ist weg, das Bier leer, die Zigarette aus – Zeit fürs Klo.

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Pupsendes Schwein

Bahnbrechende Blähungen: Pupsendes Schwein löst Gas-Alarm aus (Spiegel Online)

Täglich grüßt …

Verschlafen, trotz Fanfare. Zu wenig Zeit. Der Warmwasserkasten spinnt wieder. Schaltet von angenehm warm auf kochendheiss auf eiskalt. Das hat er den ganzen Sommer nicht gemacht. Unterliegt wahrscheinlich genauso dem Jahreszeitenzyklus, wie meine Grundstimmung. Alle drei Shampooflaschen sind schon wieder fast leer. Es lässt sich aber noch eine Melange aus drei verschiedenen Sorten Haarshampoo mischen, die heute noch ausreicht. Beim Rasieren zweimal geschnitten. Letzte Klinge, schon ziemlich stumpf. Notiz an mich: Heute nachmittag mal wieder die zu engen Gänge von Schlecker betreten. Im Bäcker ausgerechnet wieder die eine Frau von vier, die den Kaffeebecher immer nur halbvoll macht. Wieder nichts gesagt. Die U-Bahn so voll, dass ich von links von einem Rucksack belagert werde. Die Zeitung kann ich auf der Schulter des alten Mannes zum Lesen ablegen, der vor mir steht. Über dem Rand der Zeitung sehe ich sein haariges Ohr. Darin ein Hörgerät. Beim Umsteigen, den Anschluss um ca. 10 Sekunden verpasst. Wieder die Frage, wer von den Langsamgehern auf der Treppe vor mir daran Schuld ist.

Déjà vus am laufenden Band, da sich das so oder in leicht abgewandelter Form in letzter Zeit häuft. Zeit fürs Wochenende.

bertelsmann buchtraileraward 2009

Eine nichtexistierende, Zitat: “Branche”, die Buchtrailer-”Branche”, feiert sich und die Verzweinullisierung von Literatur in einem Kino in Berlin Mitte.

Die teilnehmenden Filme werden unscharf, pixelig und jenseits jeglichen normalen Kontrasts, völlig überstrahlt, vorgeführt. Der Moderator, Knut Elstermann, schlecht angezogen und permanent auf das Thema Geld fixiert, quasselt die  ganze Zeit humorig daher und bezeugt Präsenz im Gespräch mit zweidimensionalen Personen durch andauerndes Kopfnicken.

Highlight des Abends ist der Geschäftsführer vom “Bertelsmann Club”, der den Scheck für den dritten Platz vor der Bekanntgabe des Gewinners, mit dämlich-leerem-kameragerechtem Grinsen ins Publikum hält, die Namen der Preisträger für alle gut sichtbar, – der einzige potentiell prinkelnde Moment der Abenddramaturgie im Arsch – sowie ein österreichischer Koch, der sich nach eigener Aussage trotz “vieler großer und erfolgreicher Restaurants, wie ja die meisten im Publikum wissen, dennoch dem häuslichen Kochen verpflichtet fühlt” und dadurch die Legitimität seiner Kochbuchserie als gegeben sieht. Er sprach von Kartoffelchips “in Plastiksackerln”, Olivenbonbons und einer Freundin, die “eine Dame der Gesellschaft” sei.

Essenz des Abends: gymnasial daherplaudernde, filmemachende Studierende, die vom Wackel-Knut über die Beschränkungen des “Genres Buchtrailer” (sic!) befragt wurden, das merkwürdig calgongespülte gehirngewaschenfeuchte Gefühl in meinem Kopf, morgen unbedingt mal derclub.de anschauen zu wollen sowie die Androhung, dass man sich  im Marktsegment “Buchtrailer” mittelfristig massiver positionieren möchte.

Bitte nicht! Lesen ist analog ihr Pfosten, auch wenn ihr glaubt, durch Filmchen “die Emotionen, die die Buchhändlerinnen beim Konsumenten durch direkte [sogenannte] Beratung auslösen” ersetzen zu können.

Nur peinlich der Abend und völlig überflüssig.

Aber nun ja, Geld für eine Platzierung ist dann doch Geld. Glückwunsch!

Eisbein International

Eisbein mit Sauerkraut, Erbspüree und Salzkartoffeln

Eisbein mit Sauerkraut, Erbspüree und Salzkartoffeln

Passend dazu eine Meldung in der ZEIT vom 18. Januar 1963:

Eisbein international
Reise in die Fremde und iß deutsch, oder: Liebe für den deutschen Magen? Das Deutsche Reisebüro hat herausgefunden, daß sich die Zahl der ausländischen Restaurants, die auf ihren Speisekarten deutsche Gerichte anbieten, verdreifacht habe. Besonders in Italien und Spanien bemühe man sich darum, dem deutschen Gast fremde Genüsse zu ersparen. Die deutschen Gaststätten hinwiederum lassen sich nicht lumpen; auf ihren Tischen feiern ausländische Spezialitäten unerwartete Triumphe — vorwiegend bei deutschen Gästen.